Der Weg zu 64Bit [UPDATE 2]
Allgemein März 31st, 2012Wie bereits bekannt wird das Neptune System derzeit nur als 32-Bit Version ausgeliefert. Da eines unserer Ziele ein gutes Multimediasystem ist, haben wir uns entschieden im Laufe des Jahres den Wechsel hinzu einer 64-Bit Version zu machen . Da dieser Schritt nicht von einem auf den anderen Tag gemacht werden kann, haben wir einen Plan aufgestellt der im nachfolgenden gezeigt wird .
Schritt 1: Einen 64-Bit Kernel bauen und neben dem 32-Bit Kernel der nächsten Neptune Version ausliefern.
Schritt 2: Erstellen eines minimalen Basis Systems in 64-Bit
Schritt 3: Start des Wechsels des stable & unstable Repos von 32-Bit zu 64-Bit (Neubauen der Pakete) <--- Dies braucht am meisten Zeit
Schritt 4: Komplettes 64-Bit Neptune release
Wie man anhand der Planung sieht versuchen wir einen möglichst reibungslosen Umstieg auf 64-Bit zu schaffen. Die nächste Neptune Version wird also eine sein, die neben dem 32-Bit Kernel und 32-Bit Userland auch einen 64-Bit Kernel auf einer ISO ausliefern wird. Da die Minimal Edition für langsamere und schwächere Computer gedacht ist, macht hier ein 64-Bit Kernel keinen Sinn. Dies bedeutet, dass die Minimal Edition mit dem Umstieg auf 64-Bit wegfallen wird. Es wird allerdings mit der nächsten Version dennoch eine Minimal Edition (32-Bit) geben, die dann auch mit Hilfe des Debian Repos weiterhin unterstützt wird. Eine komplettes Upgrade von einem 32-Bit Neptune System auf ein 64-Bit Neptune System wird nicht unterstützt. Für ein komplettes 64-Bit Neptune System muss eine Neuinstallation erfolgen.
Update:
Die vorraussichtlichen Kosten für einen Wechsel von 32-Bit hinzu 64-Bit betragen rund 4000 €. Dies beinhaltet die Serverkosten für das extra Repo (mit immerhin 10GB für 3 Jahre) sowie die Arbeitsstunden der Entwickler und Paketbauer. Wir hoffen Sie können eine Spende erübrigen damit wir das Ziel von 4000 € erreichen können. Den Spenden Button finden sie auf der rechten Seite der Homepage.

ERGÄNZUNGEN:
Da sich viele beklagt haben, dass zuwenig Informationen zum Spendenaufruf zur Verfügung stehen hier nochmal eine kleine Ergänzung:
Um das nochmal mit den Kosten für Neptune aufzudröseln.
In der Tat rechnen wir da, dank eines extrem günstigen Angebots für die Server, mit 2×864€ also 1728€ für die Serve r (3 Jahre lang).
Dabei dient ein Server mit mindestens 10 GB als Repository Server. Dann wird noch ein zweiter Server für die Verteilung der ISOs benötigt. (2 verschiedene Server müssen es aus unserer Sicht sein, da der Downloadserver für die ISOs schnell überlastet wird bei einem Release und des dann blöd wäre, wenn das Repo nicht erreichbar ist)
Der Rest ist in der Tat für Arbeitszeit berechnet, wenn wir tatsächlich 1 bzw. 2 Monate Vollzeit an der Umstellung arbeiten wollen. Zu Grunde liegt dabei eine 2-3 wöchige Vollzeitarbeit an Kernel zu a 7 € die Stunde. ( 784 € wären das )
Dazu gehört eben auch neben dem Zusammenbasteln des Kernels das Testen des Kernels auf verschiedener Hardware und das fixen von Bugs bzw. integrieren von Patches.
Die selbe Summe wird auch für eine 2-3 wöchige Vollzeitarbeit beim Umstellen des Repositories berechnet.
Insgesamt wären wir also hier schon bei 3296 € .
Für das Erstellen des Core Systems, sowie dann der 64-Bit Version innerhalb von 2 Wochen kommen dann der Rest zu Stande.
Die Arbeitszeit wird deshalb in Vollzeit berechnet um so zum einen zu schauen ob in der Community prinzipiell die Bereitschaft existiert eine vollzeitentwickeltes Neptune zu unterstützen zum anderen natürlich auch um die Umstellung möglichst Flink von statten gehen zu lassen. Sprich würden wir Vollzeit an der Umstellung arbeiten können, hätten wir innerhalb von 2 Monaten eine vollständige qualitativ hochwertige Neptune 64-Bit Version.
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April 5th, 2012 at %H:%M
Finde es echt großartig, dass ihr bei ZevenOS-Neptune jetzt doch in Richtung 64-Bit geht.
Ich kann als armer Schüler allerdings keine Spende leisten. 4000 € sind schon ein großer Brocken, kostet so viel schon der Server für 32-Bit? Sieht eher gerade ja nicht so aus, als ob ihr das finanziert bekommt…
Also wenn ihr wirklich solche regulären Kosten habt, würde ich mir überlegen, irgendeine bestehende Infrastruktur zu nutzen… Die meisten 0815-ANPA55UNG-Distros basieren ja schlicht auf Ubuntu und beschränken damit ihre Serverkosten. Dass Neptune aber auf gerade nicht auf diesem sich ständig degenerierenden Ding basiert, ist natürlich auch sein großes Plus. Neptune auf je einem getesteten Tagessnapshot von Arch Linux basieren zu lassen, könnte ich mir vorstellen, dann könntet Ihr die Arch Rollback Machine als Repository nehmen, da wäre dann BTW auch gleich das komplette aktuelle KDE SC dabei, und würde euch die irrsinnige Paketier-Arbeit abnehmen…
Bei solchen oben genannten realen Serverkosten, und ich weiß ja nicht, wie viel die 32-Bit-Version schon kostet, stell ich mir aber die generelle Sinnfrage für die Beteiligten, und dieser Blogpost hat etwas von einer Entschuldigung: „Seht, es geht nicht, die Finanzierung ist unmöglich.“
Wäre vielleicht nicht auch die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, den radikalen Weg zu gehen und nur noch 64-Bit anzubieten? Da werden euch sicherlich einige Nutzer aufstöhnen, aber es sind, IMHO, eh alles Techies, die kein Problem mit einer Neuinstallation haben sollten. Bei KDE SC 4 wurde auch gejammert, aber die Neustrukturierung war notwendig, um konkurrenzfähig zu bleiben. Und ihr bietet hier eine Distribution für Multimedia an. Das wäre mein Ratschlag. Weniger Rücksicht. Für die Zukunftsfähigkeit des Neptune-Projektes.
April 5th, 2012 at %H:%M
Die 4000€ beziehen sich ja nicht nur auf die Serverkosten, sondern auch die zusätzliche Arbeitszeit. Pakete müssen paketiert werden, Kernel gebaut und getestet werden. Bisherige Infrastruktur aktualisiert werden usw.
Das kostet alles viel Zeit und sowas ist eben nicht, wie von vielen gewünscht, innerhalb weniger Monate in der Freizeit umsetzbar. Da muss eben mit Geld ordentlich entlohnt werden, damit wir dass dann auch Vollzeit tun können.
Als Spende gibt es übrigens meines Wissens nach auch keine Untergrenze. Es kann also auch ein kleiner Betrag gespendet werden. Wichtig für uns generell ist es eben zu sehen, dass die Community und die Neptune Nutzer willens sind das Projekt auch zu unterstützen. Da kann eine Spende von 5€ oder auch nur einem Euro bereits reichen, wenn dann jeder Nutzer beispielsweise 5€ spendet (oder 1€). Dann kommt schon eine Summe zusammen.
So zurück zur Technik.
Der Softwarequellenserver für 32-Bit läuft momentan auf einem Homeserver. Das erklärt für den ein oder anderen auch die lange Zugriffszeit und die langsame Performance. Zu Anfangszeiten von Neptune war das wegen der ein zwei kleinen Pakete nicht schlimm, aber mittlerweile ist ja ein ganzer Batzen (das Repo hat etwa 8 GB an größe) dazukommen, so dass diese Situation nicht mehr tragbar wird.
Die Downloadserver waren allesamt auch ohne Finanzierung erstmal mit Hilfe von Wuala oder Sponsoren, die sich freundlicherweise zum Weiterverteilen bereitstellten, getragen. Mittlerweile haben wir da auch einen richtigen Server auf dem wir die ISOs hosten können. Auf diesem Server wäre auch, mit einem günstigen Betragsupgrade, die Möglichkeit gegeben das Repo zu hosten. Jedoch muss auch klar sein, wenn wir von 32-Bit auf 64-Bit wechseln brauchen wir auch zwei Softwarequellen, also doppelt so viel Platz wie bisher. Das kostet dann dementsprechend mehr.
Dein Vorschlag auf Arch Linux zu wechseln halte ich persönlich nicht für wirklich umsetzbar ohne die Identität von Neptune aufgeben zu müssen.
Das ist jetzt deine Interpretation. Sicherlich lässt sich der Spendenaufruf so interpretieren, aber die Intention von uns war eine andere.
Genau das ist ja laut der Planung vorgesehen. Jedoch gibt es eben eine Wechselphase inder wir bereits ein 64-Bit Kernel haben aber kein komplettes 64-Bit Neptune Userland. (das wird laut Planung bei der nächsten Neptune Version der Fall sein)
Genau das steht, auch wenn etwas diplomatischer beschrieben, in unserem Blogpost drinnen. Diplomatischer deswegen, weil wir die Nutzer der Minimal Edition mit LXDE nicht vergessen wollen und deren berechtigtes Interesse daran an dieser Technologie festzuhalten. So informieren wir also schon vorzeitig, dass in einer reinen 64-Bit Neptune Umgebung kein Platz für eine offizielle LXDE Minimal Edition mehr sein wird. Wir lassen damit aber auch die Chance, aufbauend auf dem nächsten Release, dass noch eine Minimal Edition haben wird, weiterhin mit dieser zu Arbeiten bzw. eine inoffizielle weiterpflege zu ermöglichen. Die inoffizielle Pflege von auf Neptune basierenden Systemen, aber mit anderer Desktopumgebung schien ja prächtig zu funktionieren beim letzten Release. Es muss ja nicht immer zwangsweise zum Eigenbau einer eigenen ISO führen, die natürlich sehr viel Aufwand bedeutet. Auch das reine erstellen eines Metapaketes für Neptune, dass einem zusammen mit einer kleinen Konfigurationspakets ein perfektes Neptune mit LXDE oder XFCE oder E17 oder so etwas herunterlädt wäre denkbar und ist sicherlich leichter zu realisieren.
Wenn so etwas existiert könnte man sich ja auch von offizieller Seite breitschlagen lassen und die Buildinfrastruktur zum Bauen von ISOs nutzen um eine inoffizielle ISO mit LXDE, XFCE usw. als Desktop anzubieten.
Dazu erhoffte ich mir mit diesem Blogpost eigentlich eine Diskussion dessen anstoßen zu können, gerade bei den Befürwortern der Minimal LXDE Edition, die ja sehr stark dafür vor dem letzten Release drum geworben hatten. (also geworben haben eine LXDE Variante zu bekommen meine ich)
Nunja sei es erstmal wie es sei. Schauen wir mal ob es dazu nach Ostern vorschläge, Diskussionen oder anderes im Forum dazu geben wird.
April 6th, 2012 at %H:%M
Ouch, das ist mir jetzt peinlich. Ich wollte auf den Blogpost antworten, den ich schon vor einer Weile gelesen hatte, und habe es rein aus meiner blassen Erinnerung getan, ohne ihn nochmal zu lesen. Das war dämlich. Danke, dass Du trotzdem so gnädig mit mir warst.
Dass Du beschwörst, dass jede Spende willkommen ist, ist schon ganz richtig, aber es löst nicht euer Problem der Finanzierung eurer Arbeit.
Ökonomisch betrachtet halte ich es für den falschen Ansatz, den Großteil selber compilieren und paketieren zu wollen. Und es tut mir aus einer Art Mitgefühl leid für eure Zeit. Und egal, wie viel Herzblut ihr investiert, ihr bekommt nachher doch nicht die Perfektion hin, die die Großdistributionen abliefern, weil sie einfach mehr Tester haben. Da meine ich, wäre es klüger, auf eine vorhandene Basis aufzubauen, seien es original Debian Experimental-, oder Arch-Pakete. Und Debian hat ohne Frage seine Vorzüge gegenüber Arch. Das wiederum böte wunderbare fertige aktuelle KDE SC-Pakete. Ich mein ja nur. Ich hab mal mitbekommen, welch Energie in so einen KDE SC-Komplett-Build fließen muss, und davon möchte ich rein aus Menschenliebe Redundanzen vermeiden. Aus Deinem Kommentar geht aber auch hervor, dass Du das Projekt als “Freizeitjob” mit Vergütung für Dich siehst. – Aus dem Blickwinkel sieht das mit dem benötigten Zeitaufwand natürlich wieder anders aus.
Nun ja, das sind meine Gedanken, bitte nichts für Ungut. Es grenzt sicherlich an Vermessenheit von mir, Dir solche Vorschläge zu machen, denn der größere Pro bist hier eindeutig Du und wirst bestimmt selber wissen, was das beste für euer Projekt ist.
April 6th, 2012 at %H:%M
Moin,
nu hatte ich mich den ganzen Tag nach einer anderen Distri umgeschaut – dann den Neptun_LXDE-Download erledigt…
und nun lese ich:
32bit und wohl auch Neptun’s LXDE Variante hat sich bald erledigt…
Schade drum
April 14th, 2012 at %H:%M
Hallo,
grundsaetzlich finde ich den “Umstieg” auf 64 Bit notwendig, bzw. sinnvoll. Der Sinn der Distribution an sich, leider nicht so sehr. Wo liegen die grossen Vorteile gegenueber, z.B. Kubuntu?
Nichts desto trotz soll jeder das einsetzen was er mag oder benoetigt. Darum geht es mir hier auch gar nicht.
Ich faende es gut, wenn zu dem Spendenaufruf ein paar mehr Details veroeffentlicht werden.
Zuerst, wer sind Wir – wieviele Leute arbeiten dann bezahlt an dem Projekt mit?
Bis wann soll die Summe zusammenkommen?
Was geschieht mit dem gespendeten Geld, wenn der gewuenschte Betrag nicht erzielt wird?
Zu guter Letzt noch eine Bemerkung. Ich finde es seltsam/eigentlich eher unpassend, dass fuer eine Hobbyprojekt, Geld gesammelt wird. Fuer die laufenden Kosten, also Serverkosten und aehnliches, kann ich es verstehen und wuerde es auch unterstuetzen (Kostendeckung). Wobei die angegebenen Kosten fuer die Server(infrastruktur/-gebuehren) mir doch sehr hoch erscheinen.
Das kann man sicher guenstiger gestalten.
Es ist leider auch nicht dargelegt, welche Art von Serverinfrastruktur angedacht ist.
Ich weiss, der Umstieg auf 64 Bit bedeutet recht viel Arbeit. Gerade neben dem Studium oder der Arbeit. Das Vorgehen empfinde ich jedoch sehr intransparent und fragwuerdig.
Gruss
Karsten
April 14th, 2012 at %H:%M
Hast du dich umgeschaut auf der Neptune Seite, dort werden die Vorteile eigentlich hinreichend dargestellt. Kurz zusammengefasst:
- Out of the Box Multimedia support + Software zum Erstellen von Medieninhalten
- mehr Software
- bei weitem bestes vorkonfiguriertes KDE
- besserer Kernel (mehr Treiber für WLAN z.B.)
- neuere Software (Stichwort: Rolling Release)
- USB Live-Stick Eignung dank Tools wie Snapshot-Manager und Persistent Creator
Die Liste lässt sich fortsetzen. Das sind also nur ein Paar der Punkte.
Es handelt sich hierbei um 3 Hauptentwickler sowie 2-3 andere freie Entwickler, die in ihrer Freizeit daran arbeiten.
Angedacht ist es 2 Hauptentwickler Vollzeit für den Umstieg auf 64 für 2 Monate arbeiten zu lassen. Derzeit wird alles in Hobbyregie geführt.
Die Summe sollte möglichst bis Ende April zusammenkommen.
Es wird, wenn möglich trotzdem in das Projekt gesteckt und für, wenn möglich(also 1 Jahr Serverkosten bezahlt werden können) einen Serverkauf verwendet.
Das Hobbyprojekt kostet nunmal Geld und wir sind alle keine Millionäre. Zudem sollte mit dieser Spendenaktion auch ausprobiert werden ob es prinzipiell eine Spendenbereitschaft gibt um ein Projekt auch mal in Vollzeit weiterentwickeln zu können.
Die Kosten sind für die Leistung und Anbindung , die die Server haben sollen recht günstig. (Für die genaue Leistungsangabe müsste ich nochmal nachschauen)
Das Vorgehen bei der Umstellung, oder den Spendenaufruf ?
Die Umstellung ist eigentlich sehr transparent dargestellt. Beim Spendenaufruf gebe ich zu, könnte man genauere Angaben machen.
Mai 29th, 2012 at %H:%M
Hallo!
Würde euch für eure tolle Arbeit gerne etwas Spenden, jedoch bin ich kein Freund von Paypal. Geht das auch irgendwie anders?